Die Inicjatywa Pracownicza zu den letzten Lohnerhöhungen

Ende August fanden bei Amazon Betriebsversammlungen (sog. All-Hands) zum Thema Gehaltsspiegel statt. Dabei wurde uns mitgeteilt, dass der Grundlohn für die große Mehrheit der Lagerarbeiter_innen (Level 1) ab September um 1 Zloty auf 16 Zloty steigt. Auch die Zulagen für Betriebszugehörigkeit steigen: nach einem Jahr gibt es 17 Zloty, nach zwei Jahren 18 Zloty. Angesichts von zunehmend prekären Arbeitsverträgen und gestiegenen Nomen ist die Belegschaft mit diesen Lohnerhöhungen aber nicht zufrieden.

Seit diesem Jahr hat Amazon statt unbefristeter Verträge befristete Ein-Jahres-Verträge eingeführt. Angeblich zeigt sich darin Amazons „langfristige Politik, die darauf ausgerichtet ist, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“ – so drücken es die Vertreter der Firma auf dem Schwarzen Brett aus. Das bedeutet, dass die meisten Beschäftigten, besonders die Arbeiter und Arbeiterinnen der Leiharbeitsfirmen Adecco und Randstad, kaum eine Chance auf die Betriebszugehörigkeitszulage und auf einige andere Lohnzusätze haben. Schulungen bezahlt Amazon erst nach einem Jahr im Betrieb. Dabei kannst du ein halbes Jahr über eine Leiharbeitsfirma arbeiten, dann kommen drei Monate Probezeit und erst dann bekommst du den Ein-Jahres-Vertrag. Schon jetzt gibt es nur wenige Arbeiter_innen in Level 1, die seit zwei oder drei Jahren dabei sind.

In der letzten Zeit sind auch die Normen (Mindestziele) gestiegen. Im Lauf der letzten 12 Monate sind sie in einigen Bereichen (Prozesse: LP/Receive, Pack Multi, Returns) um 40 Prozent, in anderen (Pack Single, Receive, Geschenke) um 20-30 Prozent gestiegen. Die Lohnerhöhungen bleiben also weit hinter dieser Arbeitsverdichtung zurück.

Im Mai 2017 hat die Inicjatywa Pracownicza eine Umfrage unter den Arbeiter_innen durchgeführt, u.a. zum Thema Erwartungen an Lohnerhöhungen. Daraus entstand ein Forderungskatalog an den Arbeitgeber mit der Forderung nach 30 Prozent Lohnerhöhung und weiteren Zulagen. Amazon hat die Erwartungen der Arbeiter_innen nicht erfüllt. Wenn es um Lohnerhöhungen geht, ignoriert Amazon die Gewerkschaften und macht deutlich, dass die Firma nichts auf die Vertretung der Belegschaft gibt, sondern nur auf Marktforschungen. Zu den Einzelheiten dieser Marktforschungen haben die Beschäftigten gar keinen Zugang. Wir begreifen aber gut, dass nach dieser Logik unsere Löhne immer nur einen kleinen Tick höher sein sollen als bei der Konkurrenz. Bei der statistischen Konkurrenz – wir kennen aber Lagerbetriebe im Raum Poznań und Wrocław, wo bereits die Einstiegslöhne bei 18-20 Zloty in der Stunde liegen.

Als Vertreter der Belegschaft sind wir dagegen, dass die Höhe unserer Löhne durch so ein Verfahren festgelegt wird, völlig abgekoppelt von der Höhe der Gewinne, die wir für die Firma erwirtschaften. Wir werden weiter Lohnerhöhungen fordern. Inzwischen hat die ebenfalls bei Amazon, aber hauptsächlich in den Zentren in Wrocław aktive Gewerkschaft Solidarność am 1. September 2017 angekündigt, dass sie einen offiziellen Arbeitskampf beginnen werden, wenn Amazon die Löhne nicht um 30 Prozent erhöht. Als Inicjatywa Pracownicza unterstützen wir diese Forderung und erklären hiermit, dass wir alle Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützen werden.

Wir als Gewerkschaftskommission der Inicjatywa Pracownicza bei Amazon befinden uns schon seit Juni 2015 in einem offiziellen Arbeitskampf. Wir haben bereits den kompletten Prozess von Lohnverhandlungen und Schlichtungen mitgemacht. Wir sind uns allerdings bewusst, dass Verhandlungen hinter verschlossenen Türen mit Amazon nicht ausreichen, um den Konzern zu Zugeständnissen zu zwingen. Für Lohnerhöhungen ist Druck von Seiten der Gewerkschaft, der Beschätigten und des Arbeitsmarkts nötig – je größer der Druck, desto größer die Chance, dass sich die Situation für uns alle verbessert.

Deshalb rufen wir zusammen mit Amazon-Beschäftigten aus anderen europäischen Ländern zu einem Internationalen Aktionstag am 24. November 2017 auf – unter der Parole „Make Amazon Pay“, d.h. „Amazon muss zahlen“. An diesem Tag, dem Black Friday, plant Amazon eine riesige Verkaufsaktion. Für den Aktionstag ist u.a. eine Blockade des Amazon-Distributionszentrums in Berlin geplant (siehe https://blackfriday.blackblogs.org). Zu unseren Plänen schreiben wir demnächst mehr!

OZZ Inicjatywa Pracownicza Amazon

(polnisches Original: http://ozzip.pl/teksty/informacje/ogolnopolskie/item/2296-inicjatywa-pracownicza-amazon-o-ostatnich-podwyzkach)

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Amazon – ohne Kampf wirst du niemals mehr bekommen

Der Juli ist für hunderttausende Amazon-Arbeiter_innen ein sehr intensiver Monat. Dann feiert die Firma ihren Geburtstag mit riesigen Verkaufsaktionen. Der Höhepunkt findet Mitte Juli statt und nennt sich Prime Day.

Der Konzern bereitet sich schon seit Anfang Juli auf dieses Event vor. In den ersten beiden Juliwochen herrschen für die Beschäftigten Urlaubssperre, verlängerte Schichten (bis zu 52 Wochenstunden) und noch mehr Arbeitsdruck. Zusätzlich findet ein Produktivitätswettbewerb zwischen den Amazon-Zentren (Fulfillment Centers) auf der ganzen Welt statt, bei dem neue Versandrekorde angestrebt werden. Die Manager können bei dieser Gelegenheit riesige Prämien verdienen, für die normalen Arbeiter_innen gibt es nur noch mehr Produktivitätsdruck, verstärkte Kontrolle und unglaubliche Erschöpfung.

Amerikanische Analysten schätzen, dass Amazon im letzten Jahr am Prime Day bis zu 600 Mio. Dollar umgesetzt hat. Gerade wurde Jeff Bezos mit einem Vermögen von 90 Mrd. Dollar zum reichsten Menschen der Welt erklärt. Die Arbeiter_innen in Polen dagegen bekamen für die Arbeit während der Sommer-Aktionen eine symbolische Anwesenheitsprämie in Höhe von 150 Zloty [35 Euro] brutto, die sie motivieren sollte, regelmäßig zur Arbeit zu kommen.

Die Lohnunterschiede zwischen den Arbeiter_innen in der untersten Lohngruppe 1 und den Managern und Vorständen sind so groß, dass sie unausweichlich zu Konflikten führen. Zusätzlich werden in der Sommerzeit Entscheidungen über Lohnerhöhungen getroffen. In Frankreich finden dann gesetzlich vorgeschriebene Verhandlungen über Lohnerhöhungen statt. In Polen allerdings stellt Amazon dann seinen regionalen Gehaltsspiegel fertig: eine Untersuchung des Lohnniveaus in ausgewählten Betrieben und Branchen sowie der Situation auf dem lokalen Arbeitsmarkt, die der Firma als Grundlage für Entscheidungen über etwaige Lohnerhöhungen dient. Auf diese Art und Weise rechnen auch andere Unternehmen ihre Löhne aus. Es geht ihnen dabei nicht darum, welche Gewinne die Arbeiter_innen erwirtschaften, sondern um die Verfügbarkeit billiger Arbeitskräfte und die Löhne in nahegelegenen oder ähnlichen Betrieben. Damit werden Ungleichheiten verfestigt. Als Antwort auf den Gehaltsspiegel haben wir als OZZ Inicjatywa Pracownicza eine Fragebogenaktion im Betrieb gemacht und daraus eine Forderungsliste an das Management erstellt. Zu den Forderungen gehören u.a.: Erhöhung des Grundlohns um 30 Prozent, Einführung eines 13. Monatsgehalts wie in Frankreich, Einführung einer höheren Betriebszugehörigkeitszulage wie in Deutschland, Urlaubsgeld aus dem betrieblichen Sozialfonds. Die Forderungen waren auch ein Thema beim kürzlichen Treffen der OZZ IP mit Amazon-Vertretern.

Nicht nur die Löhne sorgen für Streit zwischen Arbeiter_innen und Konzernführung. Amazon verschärft permanent die Disziplinierung und Kontrolle der Arbeiter_innen, um aus ihnen so viel Arbeit wie möglich zu möglichst niedrigen Kosten herauszuholen. In Polen wurde im April ein sogenanntes „Hausbesuchsprogramm“ zur Kontrolle von krankgeschriebenen Arbeiter_innen eingeführt. Arbeiter_innen mit angeschlagener Gesundheit sollen so einschüchtert werden, dass sie sich nicht krankschreiben lassen. Außerdem wird in einigen Abteilungen versucht, die Kontrolle über Toiletten- und Pausengänge auszuweiten, die sogenannte „time off task“, d.h. die Zeit, in der man keine vom Computersystem registrierbaren Tätigkeiten wie das Scannen von Artikeln ausführt. Wenn diese Zeit länger als 3 Minuten dauert, wird sie vom System registriert, berechnet und als zusätzliche Pause interpretiert, d.h. als Verstoß gegen die Arbeitsvorschriften. Das passiert sogar, wenn ein Arbeiter länger als 3 Minuten beschädigte Anlagen repariert oder die aktuelle Bestellung und Artikel prüft. Gleichzeitig hat die Firma seit Jahresbeginn die Einstellungsbedingungen verschlechtert. Früher schafften einige Leute es, nach einem halben Jahr Beschäftigung über Leiharbeitsfirmen und einer dreimonatigen Probezeit einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu bekommen. Jetzt muss man zusätzlich ein Jahr mit einem befristeten Vertrag arbeiten. Das verlängert die Zeit der prekären Beschäftigung von knapp einem Jahr auf fast zwei Jahre, wobei Arbeiter_innen es insgesamt durchschnittlich drei Jahre bei Amazon aushalten, wenn sie nicht schon vorher entsorgt werden. Als Inicjatywa Pracownicza haben wir gefragt, aus welchem Grund diese verschiedenen Probeverträge eingeführt wurden. Die Antwort der Personalabteilung lautete: „Grund der Änderung ist unsere langfristige Politik und die Situation auf dem Arbeitsmarkt.“ Andererseits behauptet Amazon, seine langfristige Politik beruhe auf „der Sicherstellung eines stabilen Arbeitsumfeldes, dem Aufbau von Beziehungen zu den Kunden und der lokalen Gemeinschaft und darauf, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“. Amazon ist schon eine ganz spezielle Firma, wenn sie Beziehungen zur lokalen Gemeinschaft dadurch aufbaut, dass sie die prekäre Beschäftigung ausweitet. Wieso die Einführung von auf ein Jahr befristeten Probeverträgen Amazon zu einem attraktiveren Arbeitgeber machen soll, bleibt wohl ein Geheimnis.

Das restriktive Managementsystem und die prekären Bedingungen in Verbindung mit den niedrigen Löhnen treffen bei den Beschäftigten auf Widerstand, erst recht während intensiver Verkaufsaktionen wie dem Prime Day im Juli. Zu Beginn der Sommersaison ging erneut eine Welle von Streiks durch die deutschen Amazon-Zentren. Bei der Gewerkschaft Verdi organisierte Arbeiter_innen in Leipzig, Augsburg, Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne forderten den Abschluss eines Tarifvertrags, der höhere Löhne für sie bedeuten würde. Streiks gab es auch in Frankreich. In der Gewerkschaft Sud Solidaires organisierte Arbeiter_innen im FC Orléans bei Paris forderten bessere Arbeitsbedingungen, feste Verträge und höhere Löhne. Auf die Entlassung einer Aktivistin des Gewerkschaftsverbands CGT antworteten die Gewerkschaften mit einer Kampagne gegen Repressionen und mit Protesten vor dem Betrieb. Im Zentrum von Poznań klebte eine Unterstützer_innengruppe Plakattafeln, die die ungleiche Verteilung der Gewinne im Konzern anprangern. Vor einer der Plakattafeln haben wir eine Pressekonferenz abgehalten, um die Öffentlichkeit über die Situation und die Konflikte in den polnischen und ausländischen Amazon-Zentren und über die Forderungen zu informieren, die wir vor einigen Tagen an die Firma gerichtet haben.

Arbeite nicht zu schnell, sondern sicher!

Neben den lokal organisierten Aktivitäten ist es uns gelungen, in der Zeit der heißesten Verkaufskampagne zusammen mit bei der Gewerkschaft Sud Solidaires organisierten Arbeiter_innen in Orléans bei Paris (ORY1) und mit Aktivist_innen aus Leipzig (LEJ1) die gemeinsame Aktion „Safe Package“ zu organisieren. Ziel der Aktion war es, auf das Thema Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter_innen aufmerksam zu machen – ein Thema, das in Hochbetriebszeiten aufgrund von „betrieblichen Anforderungen“ ignoriert wird. Zusätzlich benutzen die Chefs die Arbeitssicherheitsvorschriften gerne gegen die Arbeiter_innen, um die Hierarchien im Betrieb zu stärken, die Verantwortung für Arbeitsunfälle auf ihre Untergebenen abzuschieben, diese zu kontrollieren und zu disziplinieren (wegen Gewerkschaftsarbeit zu schikanieren, zu bestrafen, wenn sie sich während der Arbeit ausruhen wollen oder sonst irgendwie versuchen, sich das Leben im Betrieb leichter zu machen). Sie tun so, als würden sich um die Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter_innen kümmern. In Wirklichkeit benutzen sie das Thema Arbeitssicherheit, um den Druck zu erhöhen und sich um die wirtschaftliche Lage des Betriebs zu kümmern. Deshalb haben wir in den Zentren in Orléans, Leipzig und Polen ein gemeinsam geschriebenes Flugblatt verteilt, in dem wir daran erinnern, was wirklich hilft, die körperliche Gesundheit der Arbeiter_innen zu schützen: regelmäßig Wasser trinken und auf Toilette gehen, die gesamte Pausenzeit zur Erholung nutzen, keine überschweren Gegenständen tragen, überfüllte Förderbänder melden, nicht an unzureichend eingerichteten Arbeitsplätzen arbeiten, Hast und Routine vermeiden usw.

Als Antwort auf die Aktion „Safe Package“ sah sich das Management des französischen Zentrums genötigt, öffentlich zu erklären, es ergreife Maßnahmen, um die Gesundheit der Arbeiter_innen zu fördern. In Polen wurden die Schichtleiter gezwungen, offiziell an Prinzipien wie das regelmäßige Wassertrinken zu erinnern, die natürlich des öfteren dazu führen, dass man in einen anderen Teil der Halle gehen muss, statt schnell zu arbeiten. Letztlich hat das Logistikzentrum in Poznań es dieses Jahr nicht geschafft, wie erhofft einen neuen Versandrekord aufzustellen. Ursache waren nicht nur die vom Flugblatt ausgelösten Diskussionen über die Arbeitssicherheit, sondern vor allem eine Reihe von organisatorischen Fehlern des Managements und ein hoher Krankenstand. Trotz allem hat die Aktion „Safe Package“ Amazon dazu gezwungen, Stellung zum von den Arbeiter_innen auf die Tagesordnung gesetzten Thema zu beziehen. Sogar kleine symbolische Aktivitäten, die die aus der Aufteilung in verschiedene Betriebe in verschiedenen Länder resultierenden Spaltungen überwinden helfen, sind für die Firma ein Signal, das sie nicht ignorieren kann.

Gemeinsam sind wir stärker!

Nach der Aktion schrieben Arbeiter_innen aus Leipzig in einem Brief an die anderen teilnehmenden Amazonier_innen: „Unsere entgeltlichen Bedingungen sind sehr unterschiedlich, aber EINES eint uns: Unsere Arbeitsbedingungen! […] Diese gemeinsame Basis ist auch die Grundlage für gemeinsame Aktionen. Lasst uns weiter gemeinsam kämpfen, für gesunde und fair bezahlte Arbeit! Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Aktionen oder sogar Streiks!“

Amazon beschäftigt weltweit fast 400.000 Arbeiter_innen in hunderten von Zentren. Diese Zahl steigt von Jahr zu Jahr um mehrere zehntausend. Die meisten sind in der untersten Lohngruppe 1. Wir leben in unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichem Arbeitsrecht, sprechen unterschiedliche Sprachen, haben unterschiedliche Hautfarben, unterliegen unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Trotz dieser Spaltungen haben wir aber miteinander mehr gemeinsam als mit denen, die uns verwalten: Teamleadern, Managern, Personalabteilung. Viele von uns rechnen sich einen Aufstieg aus, wenn sie sich dem Arbeitsregime des Managements unterwerfen, wenn sie loyal nicht gegenüber den anderen Arbeiter_innen, sondern gegenüber den Vorgesetzten sind. Leider bleibt ein Aufstieg nur wenigen vorbehalten und ist meist auch noch mit der unangenehmen Pflicht verbunden, seine ehemaligen Kollegen zu disziplinieren und zu bespitzeln. Statt uns für einen höchst ungewissen individuellen Erfolg spalten zu lassen, können wir gemeinsam Stärke zeigen und die Arbeitsbedingungen und Löhne für alle verbessern. Was uns verbindet, sind die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, die Rolle, die wir in unseren Betrieben spielen, und das, wonach wir uns sehnen: ein würdiges Leben in Selbstbestimmung.

Amazon weiß, wie es unsere Beziehungen untereinander ausnutzen kann, um uns gegeneinander auszuspielen. In einer Erklärung sagte der Konzern, die Streiks hätten keinen Einfluss auf die Einhaltung seines „Versprechens an die Kunden“ im Rahmen des Prime Day. Die Logistikzentren in Deutschland und ganz Europa hätten sich auf die Protestaktionen vorbereitet und ihre Lagerbestände entsprechend aufgestockt. Mit Unterstützung der übrigen 31 Zentren in ganz Europa würden die Kunden „den gewohnten schnellen und guten Service“ bekommen. Wir müssen lernen, das, was uns bei unserer täglichen Arbeit verbindet, gegen Amazon zu wenden. Mit gemeinsamen Kräften haben wir den Firmengründer zum reichsten Menschen der Welt gemacht. Sicherlich könnten wir unsere Zusammenarbeit auch so organisieren, dass der Reichtum, den wir erarbeiten, uns selbst und unseren eigenen Bedürfnissen zugute kommt. Wenn wir gemeinsam kämpfen – gegen die ständige Kontrolle, dagegen, als Anhängsel der Maschinen behandelt zu werden, für höhere Löhne und für sichere Arbeitsbedingungen -, dann können wir unser eigenes Leben und das Leben der Menschen, die und wichtig sind, dauerhaft verbessern.

Betriebsübergreifende Kommission der OZZ IP bei Amazon Poznań

 

Amazon: Niemand will ein Rädchen im Getriebe sein

Interview von Mikołaj Iwański,
zuerst erschienen auf der Website von Krytyka Polityczna, 24. August  2017
(http://krytykapolityczna.pl/kraj/amazon-nikt-nie-chce-byc-trybem-w-maszynie)

Wer bei Amazon arbeitet, ist ständig weitreichender Kontrolle ausgesetzt. Jede Minute, in der du keine Arbeit für das Computersystem sichtbare Arbeit leistest, wird aufgerechnet.

Mikolaj Iwański: Bald ist es drei Jahre her, seit Amazon sein Logistikzentrum in Sady bei Poznan in Betrieb genommen hat. Seit Anfang an gibt es dort eine Kommission [Betriebsgruppe] der Inicjatywa Pracownicza [IP, Arbeiterinitiative]. Zuletzt war in den Medien viel über die Aktion „Safe Package“ zu hören, die ihr im Zusammenhang mit den Sommer-Werbekampagnen organisiert habt. Worum ging es da?

Magda, Inicjatywa Pracownicza: Im Juli findet bei Amazon eine Werbekampagne namens „Prime Day“ statt – das ist nach Weihnachten die zweitintensivste Zeit. Wir haben eine an die Beschäftigten gerichtete Informationskampagne gestartet, um darauf hinzuweisen, dass man in dieser schwierigen Zeit nicht dem Druck des Arbeitgebers nachgeben, sondern in erster Linie an seine eigene Gesundheit und die Arbeitssicherheitsvorschriften denken sollte. Wir haben auch eine Pressekonferenz abgehalten, um über die Arbeitsbedingungen bei Amazon zu informieren. Aktuell läuft wieder eine Riesenwerbekampagne – Plakatwände usw. -, weil wieder Unmengen von Arbeiter_innen gesucht werden. Da hatten wir das Gefühl, dass wir erzählen müssen, wie die Arbeitsbedingungen bei Amazon aus der Perspektive der Arbeiter_innen aussehen.

Verstöße gegen Arbeitssicherheitsvorschriften sind nicht das einzige Problem, das Neueinstellte haben, oder?

Ihr Hauptproblem ist, dass sie über Leiharbeitsfirmen eingestellt werden. Wenn sie die von Amazon aufgestellten Normen nicht schaffen, kann man sie sehr leicht loswerden. In der Praxis bedeutet dies, dass man zum Beispiel nach einer Krankschreibung keine Chance auf Vertragsverlängerung hat. Wir haben keine genauen Daten über die Fluktuation, aber ich arbeite seit zwei Jahren bei Amazon und von den Hunderten von Leuten, die mit mir zusammen angefangen haben, sehe ich im Betrieb noch drei. Auch die Bedingungen für eine Übernahme haben sich geändert: Nach einer dreimonatigen Probezeit bekommt man einen auf ein Jahr befristeten Vertrag und erst danach einen unbefristeten Vertrag. Die Zeit, die man braucht, um einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten, verlängert sich damit auf etwa zwei Jahre. Gleichzeitig zeigen Statistiken, die gewerkschaftliche Aktivist_innen aus Deutschland erstellt haben, dass die Leute durchschnittlich drei Jahre lang bei Amazon arbeiten.

2015 hattet ihr eine Tarifauseinandersetzung mit dem Management von Amazon. Ihr habt damals u.a. langfristigere Schichtplanungen, Zulagen nach Betriebszugehörigkeit, Lohnerhöhungen und Änderungen der Pausenregelungen gefordert. Die Schlichtung wurde vom Arbeitgeber abgebrochen. Haben eure Aktivitäten irgendwelche langfristigen Wirkungen gezeigt?

Das stimmt, nach schwierigen Verhandlungen, bei denen alle unsere Forderungen abgelehnt wurden, hat das Management von Amazon die rechtlich vorgeschriebene Etappe der Schlichtung abgebrochen, damit wir keinen Warnstreik durchführen konnten – das hat auch funktioniert. 2016 fand eine Streikurabstimmung statt, an der 2.000 Arbeiter_innen teilnahmen, d.h. ca. 30 Prozent aller Beschäftigten. 98% von ihnen stimmten für Streik, aber das hat nicht gereicht. Das polnische Recht legt die Latte so hoch, dass es fast unmöglich ist, einen legalen Streiks zu organisieren. In Deutschland z. B. werden Streikurabstimmungen nur unter den Gewerkschaftsmitgliedern durchgeführt. In Italien und in vielen anderen Ländern wird das Streikrecht durch die Verfassung garantiert. Wenn Arbeiter_innen streiken müssen, gehen sie einfach raus und tun das. In Polen muss man erst mal Verhandlungen, Schlichtungen, Urabstimmungen durchführen, und erst wenn man alle gesetzlichen Formalitäten und Fristen eingehalten hat, kann überhaupt an einen Streik denken. Manchmal vergehen Monate, bevor es zur nächsten Etappe weitergeht, währenddessen ändert sich die Situation im Betrieb und die Arbeiter_innen sind von der Tarifauseinandersetzung ausgebrannt. Dies ist ein breiteres Problem: Im Jahr 2016 gab es im ganzen Land 5 legale Streiks! So war es auch in vielen Jahren davor, obwohl die Situation auf dem lokalen Arbeitsmarkt nicht gerade toll war. Erst in diesem Jahr beginnen sich die Statistiken zu ändern. Allein in der ersten Hälfte des Jahres wurden 1.500 Streiks registriert, wahrscheinlich fand ein Gutteil davon in den Schulen statt. Zur Zunahme der Proteste hat vielleicht auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit beibetragen: Die Arbeiter_innen fühlen sich selbstbewusster und sind bereit, für ihre Rechte zu kämpfen.

Trotzdem hat das Unternehmen kurz darauf eine Betriebszugehörigkeitszulage eingeführt und mehr Arbeiter festeingestellt – leider wird in letzter Zeit wieder hauptsächlich mit prekären Müllverträgen eingestellt. 2016 gab es auch einen anständigen Weihnachtsbonus. Ursache waren u.a. die laufende Tarifauseinandersetzung und Aufmerksamkeit für gewerkschaftliche Aktionen. Das Referendum hat trotz allem gezeigt, dass 2.000 Menschen entschlossen sind, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Das konnte Amazon nicht gleichgültig sein.

Also kann man trotz fehlender effektiver rechtlicher Mittel den Arbeitgeber unter Druck setzen und die Arbeitsbedingungen verbessern?

Seit 2015 organisieren wir internationale Treffen von Amazon-Arbeiter_innen. Das erste fand in Poznan statt. Anfangs haben sich Amazon-Arbeiter_innen aus Polen und Deutschland und organisierte externe Amazon-Unterstützungsgruppen aus Deutschland beteiligt. Im Laufe der Zeit sind französische Arbeiter_innen dazugekommen und wir sind auch dabei, Kontakte mit Beschäftigten in Spanien herzustellen. Wir haben Kontakt zu Arbeiter_innen in der Logistikbranche in Italien, wo regelmäßig Protestaktionen laufen. Die meisten Beschäftigten dieser Branche in Italien sind Immigrant_innen aus Nordafrika und dem Balkan – ihre Erfahrungen sind für uns besonders wertvoll, da sie die Spaltungen unter den Arbeiter_innen durchbrechen und mit einer Vernetzungsstrategie stabilere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne erzielen konnten.

Durch diese internationalen Treffen konnten wir – teilweise krasse – Unterschiede bei ein und demselben Arbeitgeber in verschiedenen Ländern feststellen. Amazon operiert immer auf dem Niveau von Mindeststandards, die das lokale Arbeitsrecht und der Markt vorgeben. Die Koordination hilft uns beim Informationsfluss und bei der Planung von gemeinsamen Aktionen – zum Beispiel 2015, als bei Amazon in Deutschland gestreikt wurde und ein großer Teil des Volumens nach Polen verschoben wurde. Die polnischen Arbeiter haben spontan langsam gearbeitet, was der erste Akt internationaler Solidarität war. Auch die schon erwähnte Aktion „Safe Package“ war breiter angelegt – sie wurde auch in Leipzig und in Saran bei Paris durchgeführt. Die Erfahrung vieler Jahre in der Zentren von Amazon in Europa zeigt, dass bei wirksamen Aktionen mehr als ein Zentrum einbezogen werden muss – nur dann können Aktionen wie langsam Arbeiten nicht leicht durch die Verlagerung von Bestellungen zu anderen Zentren abgefedert werden.

Im Logistikbereich scheint es besonders schwierig zu sein, Arbeiter_innen zu organisieren.

Es ist nicht schwieriger als irgendwo anders. Und die Erfahrung in Italien zeigt, dass es möglich ist, sich effektiv zu organisieren – schließlich haben wir es mit einer Konzentration von Arbeiter_innen in relativ kleinen Räumen zu tun. Der Schlüssel ist, sehr genau die gesamte Lieferkette nachzuvollziehen – außer den Lagerzentren haben wir auch den Transport einschließlich Schiffs- und Bahntransport und Produktionsbetriebe. Ein Teil der Arbeit muss an einem konkreten Ort geleistet werden und lässt sich nicht leicht auf einen anderen Kontinent verlagern – letztlich ist die Logistik eine Dienstleistung für einen ganz konkreten Kunden. Darüber hinaus hat die Arbeit in dieser Branche oft prekären Charakter und wird von Menschen geleistet, die keine Qualifikation brauchen und sehr schlecht bezahlt werden. All das eröffnet den Blick auf eine ganz andere Strategie von Arbeiter_innenkämpfen als bisher.

Neulich beim G20-Gipfel in Hamburg wurde effektiv die Zufahrt zum riesigen Hamburger Hafen blockiert, was zu stundenlangen Staus und Verzögerungen beim Be- und Entladen von LKWs führte. Das war mehr als eine symbolische Geste und zeigte, dass es weiterhin möglich ist, die kapitalistische Logik durch organisierten Widerstand zu stören. Der Logistikbereich konzentriert einerseits eine Masse von Arbeiter_innen und hat auf der anderen Seite viele empfindliche Punkte, die diesen Arbeiter_innen Macht geben. Es ist zu erwarten, dass die Arbeiterkämpfe in dieser Branche noch Fahrt aufnehmen werden.

Sagen die Standards bei Amazon etwas über die Zukunft des polnischen Arbeitsmarktes?

Amazon setzt in erster Linie auf die Ausweitung seines Geschäfts und großen Reklamehype, der die Firma als tollen Arbeitgeber präsentieren soll. Gleichzeitig bieten viele andere große Betriebe aber deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Was Amazon wirklich von anderen unterscheidet, ist vor allem das Expansionstempo. Demnächst werden zwei weitere Zentren eröffnet – und das ist keine Verlagerung weg aus Westeuropa, sondern ein Ergebnis der Ausweitung des Marktes. Die Arbeitsbeziehungen selbst sind radikal der Effizienzlogik untergeordnet, im Geiste eines extrem strengen Taylorismus. Interessanterweise hat die Logistikbranche viel mit dem Militärkomplex zu tun. Amazon in den USA stellt sehr gern ehemalige Offiziere als Manager und normale Veteranen als Vorarbeiter ein, die sich in Afghanistan oder im Irak verdient gemacht haben. Die Arbeit bei Amazon ist eine tägliche Erfahrung weitreichender Kontrolle; wenn du länger als drei Minuten keine für das Computersystem sichtbare Arbeit leistest, z.B. weil sich ein Bandförderer verklemmt hat, wird das registriert und aufgerechnet. Jede derartige Ausfallzeit kann als zusätzliche Pause und Verstoß gegen die Arbeitsvorschriften gewertet werden. Das ist ein enormer Druck, denn selbst der höchstmotivierte Arbeiter ist ein Mensch und kein Roboter.

Gehorchen die Arbeiter_innen?

Natürlich nicht. Jeden Tag leisten sie Widerstand. Niemand will als Rädchen im Getriebe behandelt werden. Das sind einfache Akte des Ungehorsams – früher in die Pause gehen, langsamer arbeiten, einen Teil der Aufgaben liegen lassen, Lücken im System ausnutzen, Entscheidungen und Empfehlungen von Vorgesetzten hinterfragen, regelmäßig aufs Klo gehen, was in vielen Abteilungen ein Grund für Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten ist. Scheinbar ist das nichts, aber auf diese Weise kämpfen die Arbeiter_innen für ihre Subjektivität und leisten Widerstand dagegen, ihr Leben vollkommen der Arbeit unterzuordnen.

Amazon versucht auch, die Arbeiter_innen von Krankschreibungen abzuhalten.

Ja, Amazon würde gern weit über den Arbeitsplatz hinaus Kontrolle ausüben. Anfang des Jahres wurde Arbeiter_innen in Deutschland ein Anwesenheitsbonus in Aussicht gestellt, wenn in ihrem Team niemand krank würde. Sie sollten gegenseitig Druck aufeinander ausüben, nicht krank zu machen. Zur gleichen Zeit beauftragte Amazon Polen eine externe Firma damit, krankgeschriebene Arbeiter_innen zu Hause zu kontrollieren. Bei diesen Hausbesuchen werden sie nicht immer hereingelassen. Bei der Gelegenheit füllen die Beschäftigten gleich einen Fragebogen zu ihrer Meinung über die Situation im Betrieb aus. Die Firma gibt offiziell zu, Nachbarn der Kranken zu besuchen, ebenso Ärzte, die Krankenscheine ausstellen, was diese in Zukunft davon abhalten könnte, unsere Kollegen krank zu schreiben. Wir haben Zweifel, ob es juristisch überhaupt zulässig ist, unsere sensiblen personenbezogenen Daten einer externen Firma zu überlassen. Amazon will damit die Arbeiter_innen einschüchtern, damit sie nicht der Arbeit fernbleiben. Wer sich krank schreiben lässt, wird ganz einfach als Betrüger bezeichnet. Dazu kommt eine unzureichende Menge an Urlaub und Pausen und niedrige Löhne, die nicht immer reichen, um sich Dienstleistungen wie Kinderbetreuung, fertiges Essen, Wäsche oder Autoreparaturen zu leisten.

Amazon steht sehr im Blickfeld. Wenige Arbeitgeber sind dermaßen ein Objekt des Medieninteresses. Das liegt an der Arbeit eurer Kommission [Betriebsgruppe].

Amazon hat schon großes Interesse geweckt, bevor es überhaupt in Polen den Betrieb aufgenommen hat. Dass wir es geschafft haben, eine gut funktionierende, einigermaßen große Kommission in Sady bei Poznan auzubauen, ist ein Signal für Arbeiter_innen aus anderen Branchen. Amazon macht dickes Geld, indem es den in Polen immer noch geltenden neoliberalen Standard und die vom größten Teil der polnischen Eliten verwendete neoliberale Sprache ausnutzt. Gewerkschaften behandelt es prinzipiell nicht als Gesprächspartner zum Thema Lohn- und Beschäftigungsbedingungen, lieber redet es direkt mit den Arbeiter_innen ohne Vermittler. Unsere Löhne werden letztlich festgelegt auf Grundlage der Löhne in den umliegenden Betrieben und der ganzen Branche. In anderen Unternehmen ist es im übrigen ähnlich.

Der Durchschnittslohn bei Amazon liegt bei ca. 2.000 Zloty brutto, d.h. ganz leicht über dem landesweiten Mindestlohn. Bei der Auszahlung der Löhne kommt es ständig zu Unregelmäßigkeiten und Fehlern, es wird zu wenig gezahlt und erst nach Beschwerden die Differenz ausgeglichen. Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne in Unternehmen wie Amazon hat Einfluss auf die Lage von anderen Arbeiter_innen und allgemeine Standards. Deshalb müssen wir uns gegenseitig unterstützen. Nur so können wir die Spirale von niedrigen Löhne und Nichteinhaltung des Achtstundentags dauerhaft stoppen. Keine Regelung von oben auf politischer Ebene sorgt für dauerhafte Veränderungen.

 

Amazon: nikt nie chce być trybem w maszynie

Rozmowa przeprowadzona przez Mikołaja Iwańskiego,
opublikowana na stronie Krytyki Politycznej, 24 sierpnia 2017
(http://krytykapolityczna.pl/kraj/amazon-nikt-nie-chce-byc-trybem-w-maszynie)

Praca w Amazonie to codzienne doświadczenie bardzo daleko posuniętej kontroli. Zliczana jest każda minuta, kiedy nie wykonywałeś pracy widocznej dla systemu informatycznego.

Mikołaj Iwański: Niedługo mija trzeci rok, od kiedy w podpoznańskich Sadach działa centrum magazynowe Amazona. Od samego początku jest tam Komisja Zakładowa Inicjatywy Pracowniczej. Ostatnio głośno było w mediach o akcji „Bezpieczna paczka”, którą zorganizowaliście w związku z letnimi promocjami i szczytem sprzedażowym. Na czym ona polegała?

Magda, Inicjatywa Pracownicza: W lipcu w Amazonie odbywa się akcja promocyjna nazywana „Prime Day” – to drugi najbardziej intensywny okres poza świętami Bożego Narodzenia. Zorganizowaliśmy akcję informacyjną skierowaną do pracowników, zwracając uwagę, że w tym trudnym czasie nie należy ulegać presji pracodawcy, tylko pamiętać przede wszystkim o swoim zdrowiu i przepisach BHP. Wzięliśmy też udział w konferencji prasowej, która miała na celu przekazanie informacji o warunkach pracy w Amazonie. Czuliśmy, że w obliczu bardzo intensywnej kampanii reklamowej – billboardy itd. – wspierającej aktualną masową rekrutację konieczne jest opowiedzenie o tym, jak wyglądają warunki pracy w Amazonie z perspektywy pracowników.

Łamanie przepisów BHP nie jest jedynym problemem, z którym spotkają się świeżo przyjęci?

Głównym ich problemem jest to, że zostaną zatrudnieni przez agencję pracy. Jeśli nie sprostają normom narzucanym przez Amazona, bardzo łatwo będzie się ich pozbyć. W praktyce oznacza to, że na przykład wzięcie chorobowego właściwie wyklucza szansę na przedłużenia umowy. Nie mamy dokładnych danych dotyczących rotacji, jednak pracuję w Amazonie od dwóch lat i z setki ludzi, którzy razem ze mną zaczynali, widuję w zakładzie może jeszcze trzy osoby. Zmieniły się też warunki zatrudnienia: po trzymiesięcznej umowie na okres próbny dostaje się roczną umowę na czas określony i dopiero po niej umowę na czas nieokreślony. Zwiększa to czas potrzebny do uzyskania stałej umowy o pracę do około dwóch lat – tymczasem ze statystyk przytaczanych przez naszych kolegów, działaczy związkowych z Niemiec wynika, że średni czas pracy w tej firmie to około trzech lat.

W 2015 byliście w sporze zbiorowym z zarządem Amazona, domagaliście się wówczas m.in. dłuższych grafików, dodatku stażowego, podwyżki płac i zmiany sposobu planowania przerw. Mediacje zostały przerwane przez pracodawcę. Czy wasze działania odniosły jakiś długofalowy skutek?

Faktycznie, po trudnych negocjacjach, w których negowano wszystkie nasze postulaty, zarząd Amazona przerwał wymagany przez prawo etap mediacji, co miało nam uniemożliwić przeprowadzenie strajku ostrzegawczego – skutecznie. W 2016 roku odbyło się referendum strajkowe, w którym wzięło udział 2 tys. pracowników, czyli 30 procent wszystkich zatrudnionych. 98% z nich zagłosowało za, ale to nie wystarczyło. Polskie prawo stawia szereg trudnych do spełnienia wymogów przed organizatorami legalnego strajku. Np. w Niemczech referendum przeprowadza się tylko wśród członków związku, we Włoszech i wielu innych krajach prawo do strajku gwarantowane jest konstytucją, jeśli pracownicy są do tego zmuszeni, po prostu wychodzą na strajk. W Polsce trzeba przejść negocjacje, mediacje, referendum, dochować wszystkich formalności i terminów zgodnie z ustawą i dopiero można myśleć o strajku. Niekiedy mijają miesiące zanim przejdzie się do kolejnego etapu, sytuacja na zakładzie się zmienia, pracownicy są wypaleni prowadzeniem sporu. To szerszy problem – w 2016 r. w całym kraju odnotowano 5 legalnych strajków! Tak było przez wiele poprzednich lat, choć sytuacja na lokalnym rynku pracy nie była zachwycająca. Dopiero w tym roku statystyki się zmieniają. Tylko w pierwszym półroczu zarejestrowano 1,5 tys. strajków, najprawdopodobniej spora część z nich miała miejsce w szkołach. Wzrostowi protestów może także sprzyjać spadek bezrobocia – pracownicy poczuli się pewniej i są gotowi, by walczyć o swoje prawa.

Niemniej firma wprowadziła niedługo później dodatek stażowy, więcej pracowników otrzymało stałe umowy – niestety w ostatnim czasie polityka zatrudnienia znów została oparta na umowach śmieciowych. W 2016 otrzymaliśmy też przyzwoitą premię za szczyt świąteczny. Było to spowodowane m.in. trwającym sporem i nagłośnieniem akcji związkowych. Referendum mimo wszystko pokazało, że 2 tys. osób jest zdeterminowanych do walki o lepsze warunki pracy. Amazon nie mógł pozostać wobec tego obojętny.

Czyli jest możliwe wywieranie presji na pracodawcę i poprawa warunków pracy mimo braku skutecznych narzędzi prawnych?

Od 2015 roku organizujemy Międzynarodowe Spotkania Pracowników Amazona. Pierwsze miało miejsce w Poznaniu. Początkowo uczestniczyli w nich pracownicy Amazona z Polski i Niemiec oraz zorganizowane niemieckie grupy wsparcia pracowników Amazona. Z czasem dołączyli pracownicy z Francji, jesteśmy też w trakcie nawiązywania kontaktów z załogą z Hiszpanii. Mamy kontakt z pracownikami sektora logistyki z Włoch, gdzie regularnie przeprowadzane są akcje protestacyjne. Większość pracowników tej branży we Włoszech to imigranci z Afryki Północnej i Bałkanów – ich doświadczenia są dla nas szczególnie cenne, gdyż przełamując podziały wśród robotników i opierając strategię protestów na logice sieciowej, wywalczyli stabilniejsze warunki pracy oraz wyższe płace.

Te międzynarodowe spotkania pozwalają nam dostrzec różnice, czasem uderzające, w podejściu jednego pracodawcy w różnych krajach. Amazon zawsze operuje na poziomie minimalnych standardów wymaganych przez lokalne prawo pracy i rynek. Koordynacja pomaga nam w przepływie informacji i planowaniu wspólnych akcji – np. w 2015, kiedy strajkowały niemieckie centra Amazona, duża część obciążenia została przerzucona na polskie oddziały. Polscy pracownicy spontanicznie spowolnili pracę, co było pierwszym aktem międzynarodowej solidarności. Również akcja „Bezpieczna paczka”, o której mówiliśmy, miała szerszy zasięg – przeprowadzono ją w centrach w Lipsku i w Saran pod Paryżem. Doświadczenie wielu lat funkcjonowania centrów Amazona w Europie pokazuje, że skuteczne akcje muszą obejmować więcej niż jeden ośrodek – tylko wówczas takie działania jak np. spowolnienie pracy nie mogą zostać łatwo zamortyzowane przez przerzucenie zleceń w inne miejsce.

Wydaje się, że logistyka to wyjątkowo trudne pole do prowadzenia działań proporacowniczych.

Nie jest trudniej niż gdzie indziej. Chociażby doświadczenie włoskie pokazuje, że możliwe jest skuteczne organizowanie się – mamy przecież do czynienia z koncentracją pracowników na relatywnie niewielkich przestrzeniach. Kluczem jest dokładne mapowanie całego łańcucha dostaw – poza centrami magazynowymi mamy też transport, w tym morski, kolejowy, oraz zakłady produkcyjne. Część pracy musi być wykonana w konkretnym miejscu i nie można jej łatwo przenieść na inny kontynent – finalnie logistyka to jednak usługa świadczona dla bardzo konkretnego klienta. Ponadto praca w tej branży ma często charakter prekarny i jest wykonywana przez ludzi niemuszących posiadać kwalifikacji, bardzo słabo opłacanych. To wszystko stwarza perspektywę strategii walk pracowniczych całkowicie innej od dotychczasowych.

Podczas niedawnego szczytu G20 w Hamburgu miała miejsce skuteczna blokada wjazdu do tamtejszego olbrzymiego portu, której skutkiem były wielogodzinne korki i opóźnienia w rozładunku i załadunku tirów. To był bardziej niż symboliczny gest, pokazujący, że wciąż możliwe jest zakłócenie logiki kapitalistycznej poprzez zorganizowany opór. Logistyka z jednej strony wiąże ze sobą masy pracowników, z drugiej posiada wiele wrażliwych punktów, dając tym pracownikom siłę. Można się spodziewać, że w tej branży walki pracownicze zyskają nową dynamikę.

Czy standardy w Amazonie mówią coś o przyszłości polskiego rynku pracy?

Amazon stawia przede wszystkim na skalę działania i wielki szum reklamowy, który ma go przedstawić jako świetnego pracodawcę. Tymczasem na razie wiele innych dużych zakładów zapewnia wyraźnie lepsze warunki pracy. Tym, co naprawdę wyróżnia Amazon, jest przede wszystkim tempo ekspansji. W najbliższym czasie zostaną otwarte dwa dodatkowe centra – i nie jest to przenoszenie zakładów z Europy Zachodniej, ale wynik ekspansji rynkowej. Same relacje pracy są skrajnie podporządkowane logice efektywności, w duchu bardzo surowego tayloryzmu. Co ciekawe, branża logistyczna ma wiele związków z kompleksem militarnym. Amerykański Amazon bardzo chętnie zatrudnia byłych wojskowych na stanowiskach menadżerskich, a szeregowych weteranów jako liderów produkcji, premiując ich doświadczenia z Afganistanu czy Iraku. Praca w Amazonie to codzienne doświadczenie bardzo daleko posuniętej kontroli; kiedy dłużej niż 3 minuty nie wykonujesz pracy widocznej dla systemu informatycznego, np. zaciął ci się dyspenser do taśmy, jest to odnotowywane i sumowane. Każdy taki przestój może być uznany za dodatkową przerwę i złamanie regulaminu pracy. To ogromna presja, bo przecież nawet najlepiej zmotywowany pracownik jest dalej człowiekiem, a nie robotem.

Pracownicy się podporządkowują?

Oczywiście, że nie. Każdego dnia stawiają opór. Nikt nie chce być sprowadzany do roli trybu w maszynie. Dzieje się to za pomocą prostych aktów nieposłuszeństwa – wcześniejszego wychodzenia na przerwy, wolniejszej pracy, niewykonywania części obowiązków, wykorzystywania luk w systemie na własną korzyść, kwestionowania decyzji i poleceń przełożonych, regularnego wychodzenia do toalety, co w wielu działach jest przyczyną sporów z przełożonymi. To niby nic, ale w ten sposób pracownicy walczą o swoją podmiotowość i sprzeciwiają się całkowitemu podporządkowaniu ich życia pracy.

Amazon próbuje też zniechęcić pracowników do korzystania ze zwolnień lekarskich.

Tak, ambicje sprawowania kontroli sięgają również poza zakład pracy. Na początku tego roku niemieccy pracownicy otrzymali możliwość uzyskania premii frekwencyjnej naliczanej za brak absencji w danym zespole. Cel był taki, żeby wzajemnie wywierali na siebie presję, by nie brać zwolnień. W tym samym czasie polski oddział firmy zaczął korzystać z usług zewnętrznej firmy sprawdzającej sposób wykorzystania zwolnień lekarskich. Polega to na wizytach w domu, gdzie nie zawsze są wpuszczani. Przy okazji pracownicy wypełniają ankietę dotyczącą ich opinii o sytuacji w firmie. Firma oficjalnie przyznaje się do wizyt u sąsiadów chorych czy lekarzy wystawiających zwolnienia, co może w przyszłości ich zniechęcić do wysyłania naszych kolegów na chorobowe. Mamy wątpliwości prawne, czy przekazywanie naszych wrażliwych danych osobowych zewnętrznej firmie jest w ogóle zasadne. Działania Amazona mają na celu zastraszenie pracowników, aby nie opuszczali pracy. Tych, którzy idą na zwolnienie, nazywa się wprost oszustami. Dochodzi do tego niewystarczająca ilość urlopu i przerw oraz niskie płace, które nie zawsze wystarczają na korzystanie z takich usług, jak opiekunka do dzieci, gotowe jedzenie, pralnia czy naprawa własnego auta.

Amazon jest bardzo na widoku. Niewielu pracodawców jest w takim stopniu przedmiotem zainteresowania mediów. To efekt pracy waszej komisji.

Amazon wzbudzał duże zainteresowanie, jeszcze zanim rozpoczął działalność w Polsce. To, że udało się zorganizować sprawnie działającą, w miarę liczną komisję w podpoznańskich Sadach, jest sygnałem dla pracowników z innych branż. Amazon robi potężne pieniądze, wykorzystując neoliberalny standard, jaki obowiązuje wciąż w Polsce, oraz neoliberalny język, którym posługuje się większa część polskich elit. Z zasady nie traktuje związków zawodowych jako partnera do rozmów o warunkach wynagradzania i zatrudnienia, woli rozmawiać z pracownikami bez pośredników. W efekcie nasze płace są ustalane na podstawie danych o zarobkach w okolicznych zakładach i w całej branży. Podobnie zresztą jest w innych przedsiębiorstwach.

Średnia płaca w Amazonie wynosi około 2600 zł brutto, czyli jest to kwota trochę wyższa od minimalnej krajowej. Pensje wypłacane są w bardzo niedbały sposób – regularnie zdarzają się niedoszacowania, błędy, otrzymujemy zaniżone kwoty, które dopiero po odwołaniach są wyrównywane. Walka o lepsze warunki pracy i wyższe pensje w takich miejscach jak Amazon ma wpływ na położenie innych pracowników i ogólne standardy pracy. Dlatego musimy się nawzajem wspierać. To jedyny sposób, żeby trwale przerwać spiralę niskich płac i nieprzestrzegania ośmiogodzinnego dnia pracy. Żadna odgórna regulacja zrobiona na poziomie politycznym nie pozwoli na trwałą zmianę.

Billboard Poznań

Werbetafel in Poznań:

Amazon – Ausbeutung ohne Grenzen.

Arbeiter in Polen: 11 Złoty netto pro Stunde, 10 Stunden am Tag

Jeff Bezos: 1.440.000 Dollar pro Stunde, 24 Stunden am Tag

Billboard in Poznań:

Amazon – exploitation without borders

Workers in Poland: PLN 11 net per hour, 10 hours per day

Jeff Bezos: USD 1,440,000 per hour, 24 hours per day

Bezpieczna paczka – pozdrowienia z Lipska

Pozdrowienia z Niemiec dla naszych przyjaciół w Polsce i Francji 

Razem jesteśmy silni! Tylko razem zdołamy zmienić coś w Amazonie!

Drodzy Amazończycy z Polski i Francji,

Wasi koledzy i koleżanki z Niemiec przesyłają Wam pozdrowienia pełne solidarności i życzą powodzenia w akcji „Bezpieczna Paczka” w trakcie Amazon-Prime-Week!

W tym tygodniu miało i wciąż ma miejsce w Niemczech wiele intensywnych strajków w różnych FC. 12 lipca wezwaliśmy do wzięcia udziału w „Bezpiecznej Paczce” również u nas, zanim wyszliśmy na strajk kilka godzin późnej. Chcemy przez to podkreślić, że jesteśmy częścią międzynarodowego ruchu!

Zorganizujemy kolejne akcje „Bezpiecznej Paczki”, dołączą do nas kolejne FC. Chcemy kontynuować naszą współpracę. Nasze zarobki sporo się różnią, ale jedno nas łączy: nasze warunki pracy! Pracujemy według tych samych standardów, na tych samych procesach i zgodnie z takimi samymi procedurami. I nie tylko chcemy dostawać godne zarobki, ale również chcemy pracować w zdrowych warunkach pracy! To wspólne żądanie jest punktem wyjścia dla naszych wspólnych działań. Walczmy dalej razem o zdrowe warunki pracy i sprawiedliwe płace!

Już teraz cieszymy się na kolejne wspólne działania – w tym skoordynowane strajki!

Amazończycy z Lipska (LEJ), Niemcy, zrzeszeni w związku zawodowym ver.di

Safe Package – Greeting from Leipzig

Greeting from Germany to our companions in Poland and France

Together we are strong! Only together we are able to move Amazon!

Dear Amazonians in Poland and France,

Your colleagues from Germany are sending you solidarity greetings and wish you success with the action „Safe Package“ during the Amazon-Prime-Week!

This week extensive strikes and actions have been and are taking place in Germany in various FCs. On the 12th of July we also called for „Safe Package“ before we went on strike a couple of hours later.  Thereby we want to underline that we are part of an international movement!

Further „Safety Days“ will follow, other FCs will join us, too. Let‘s continue in a coordinated manner.   Our payment may be quiet different, but one issue unites us: Our working conditions! We are exposed to uniform standards, processes, work instructions.  And we do not want only to get a decent payment, but we also want work under healthy working conditions! This common claims constitute the base for common action.

Let‘s keep on fighting together for healthy work and fair payment!  We are looking forward to common actions –  or even common strikes!

Amazonians from Leipzig (LEJ), Germany, organized in ver.di

Safe Package – Grußbotschaft aus Leipzig

Grußbotschaft aus Deutschland an unsere Mitkämpfer in Polen und Frankreich

Gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam können wir Amazon bewegen!

Liebe Amazonier in Polen und Frankreich,

Eure Kollegen aus Deutschland senden Euch solidarische Grüße und wünschen Euch viel Erfolg bei der Aktion „Safe Package“ in der Amazon-Prime-Week!

In dieser Woche finden in Deutschland parallel umfangreiche Streikaktionen statt. In diesem Rahmen haben wir am Standort Leipzig für den 12. Juli in einer streikfreien Zeit auch zum „Safe Package“ aufgerufen.   Damit wollen wir klar stellen, dass wir Teil dieser internationalen Bewegung sind!

Weitere „Safety Days“ werden folgen, auch weitere Standorte werden einsteigen. Lasst uns das auch weiter koordiniert verfolgen.  Unsere entgeltlichen Bedingungen sind sehr unterschiedlich, aber EINES eint uns: Unsere   Arbeitsbedingungen! Wir haben einheitliche Standards, Prozesse, Arbeitsanweisungen.  Und wir wollen nicht nur anständige Bezahlung, sondern auch gesunde Arbeitsbedingungen! Diese gemeinsame Basis ist auch die Grundlage für gemeinsame Aktionen. Lasst uns weiter gemeinsam kämpfen, für gesunde und fair bezahlte Arbeit!

Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Aktionen oder sogar Streiks!

Amazonier_innen aus Leipzig (LEJ), Deutschland, die bei Ver.di organisiert sind

 

Safe Package

Mach mit bei der Aktion „Safe Package”!

Vom 10. bis 16. Juli in POLEN – FRANKREICH – DEUTSCHLAND

Wir sind erstmals dabei am 12. Juli!

Das höchste Gut Amazons ist die Kundenzufriedenheit, die wir natürlich genau so sicher stellen wollen. Deshalb ist es besonders in der “Prime Week” wichtig, dass alle Produkte die Kunden in bestmöglichem Zustand erreichen. Dafür hat unser Unternehmen Prozesse beschrieben und Anweisungen erlassen.

Haltet die Prozesse und Anweisungen ein, überlegt Euch jeden Arbeitsschritt sorgfältig! Beispielhafte Anleitungen findet Ihr auf der Rückseite. So stellen wir die höchsten Qualitätsstandards und die Zufriedenheit der Kunden sicher.

Arbeitet nicht überhastet, aber sicher!

Unsere Sicherheit und Gesundheit ist Amazon genau so wichtig, wie wir täglich in den Meetings hören. 

Deshalb beachtet:

Zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfällen gehören hohes Arbeitstempo, Druck durch Vorgesetzte und Routine. Wenn wir arbeiten wie die Verrückten, vergessen wir Vorschriften, Regeln, Vorsichtsmaßnahmen, Vermeidung übermäßiger körperlicher Belastungen, Wasser trinken, Unterbrechung der Routine. Wir vergessen unsere Gesundheit.

Tatsächlich sollten wir für jeden Arbeitsschritt ausreichend Zeit aufwenden, um sicherzustellen, dass er sicher und in hoher Qualität ausgeführt wird. Jeder Kunde erwartet, dass sein Paket sorgfältig unter Einhaltung der Arbeitssicherheit und für anständige Bezahlung verpackt wird!

Deshalb rufen wir Euch auf, Euch an der Aktion SAFE PACKAGE zu beteiligen – einer gemeinsamen Aktion von Amazon-Beschäftigten aus Polen, Deutschland und Frankreich.

Auch nach dem 12. Juli werden wir weitere “Safety Days” durchführen. Auch international vernetzt.

Wer am sichersten arbeitet, sollte von Amazon belohnt werden. Gute und gesunde Arbeit geht am besten mit einem, auf Augenhöhe ausgehandelten, Tarifvertrag!

Nicht vergessen! Das Wichtigste bei Amazon ist Kundenzufriedenheit, unsere Sicherheit und unsere Gesundheit, nicht Produktivität!

Hier ein paar Beispiele, worauf wir besonders während der Aktion “Safe Package” achten sollten:

Allgemein:

  • Denke daran, regelmäßig Wasser zu trinken
  • Gehe auf Toilette, wenn du musst
  • Verwende die gesamte Pause (20 Minuten bzw. 25 Minuten) zum Ausruhen
  • Überprüfe die Verpackung konsequent von allen 6 Seiten, überprüfe genau den Zustand und die Zahl der verpackten Artikel usw.
  • Scanne jedesmal den Barcode ein und prüfe, ob der Artikel mit der Beschreibung auf dem Bildschirm übereinstimmt

 

Pack/Rebin/AFE:

  • Arbeite nicht an einem nicht richtig eingerichteten Arbeitsplatz
  • Wenn Kartons, Papier oder Waren fehlen oder wenn sich die verpackten Pakete aufstauen: Drücke den Andon und warte
  • Lasse nicht zu, dass dein Arbeitsplatz mit Totes zugestellt wird
  • Hole keine Totes von einer anderen Linie
  • Wenn du Rebin machst und deine Wand fertig hast: Drücke den Andon und warte

 

Pick/ICQA:

  • Halte Abstand zwischen den Wagen, arbeite ohne Hast, beachte in den Towers die Vorfahrtsregeln
  • Schließe das Tote, sobald es zu schwer wird
  • Melde überfüllte und leere Locations (z.B. Tote-Puffer)
  • Stelle beim Zählen keine Artikel aus den unteren Regalen auf dem Boden ab
  • Achte beim Tragen von Totes auf die richtige Körperhaltung (SMART)

 

Stow:

  • Halte Abstand zwischen den Wagen
  • Suche nach einem geeigneten Platz für schwere Artikel
  • Beachte in den Towers die Vorfahrtsregeln

 

Ship/Dock:

  • Achte auf Sicherheit beim Transport von Paletten und und Artikeln im Lager und zum LKW
  • Benutze den Stapler nur, wenn du eingeloggt bist
  • Bei technischen Problemen mit dem Stapler oder der Ameise: nicht benutzen, sondern einen Vorgesetzten verständigen

 

Receive:

  • Wenn Pakete mehr als 15 kg wiegen: Nur zu zweit heben
  • Bei Tote-Verkeilungen auf dem Förderband immer das Förderband abstellen und nur mit Einweisung eingreifen!
  • Maximal 7 ASIN in ein Tote, auch bei Schmuck

 

Bezpieczna Paczka w Amazonie

AMAZOŃCZYKU! Dołącz do akcji „BEZPIECZNA PACZKA”!
10-16 lipca POLSKA – NIEMCY – FRANCJA

Nie przesadzaj z tempem, pracuj bezpiecznie! Amazon wmawia pracownikom, aby mieli obsesję na punkcie klientów. Dlatego, szczególnie w okresie Piniaty, dołóżmy wszelkich starań, aby produkty docierały do nich w idealnym stanie.

Według informacji podawanych przez firmę pomoże nam w tym dokładne przemyślenie każdej wykonywanej w pracy czynności (wskazówki na drugiej stronie). W ten sposób zapewnimy najwyższe standardy, gwarantujące satysfakcję klientów.

Bezpieczna paczka zawiera w sobie dodatkowy, bezcenny ładunek – bezpieczeństwo i zdrowie pracowników. Jedną z najczęstszych przyczyn wypadków przy pracy są POŚPIECH, PRESJA ZE STRONY PRZEŁOŻONYCH I RUTYNA! Pracując jak szaleni zapominamy o instrukcjach, przepisach, ostrożności, zbyt dużym obciążeniu fizycznym, konieczności uzupełnienia płynów, odpoczynku od rutyny. Zapominamy o naszym zdrowiu.

Tymczasem każdej czynności należy poświęcić odpowiednio dużo czasu, by mieć pewność, że została wykonana z zachowaniem wszelkich zasad bezpieczeństwa i jakości. Każdy klient spodziewa się, że jego paczka będzie starannie spakowana – w bezpiecznych warunkach pracy i za godną płacę! Dlatego zachęcamy do udziału w akcji BEZPIECZNA PACZKA! Uczestniczą w niej także pracownicy Amazona z Niemiec i Francji.

Ogłaszamy w tych dniach „safety hours” czyli „bezpieczne godziny”!

Najbezpieczniej pracujących Amazończyków firma powinna nagrodzić. Przy większym zaangażowaniu załogi – nawet wyższą podwyżką!

Pamiętaj! W Amazonie najważniejsze jest bezpieczeństwo i nasze zdrowie, a nie wydajność!


Wskazówki dla wszystkich:

  • nie zapominaj o regularnym piciu wody
  • nie wahaj się iść do toalety
  • wykorzystaj cały czas przerw (15 lub 30 min) na wypoczynek
  • sprawdż MINIMALNE cele dla działu, na którym pracujesz
  • sprawdzaj towar z sześciu stron, jego stan, ilość zapakowanych sztuk itd.;
  • czytaj każdy kod kreskowy i sprawdzaj zgodność produktu z opisem na ekranie
Pack/Rebin/AFE:
  • nie pracuj na nieprzystosowanym do tego stanowisku
  • jeśli brakuje Ci kartonów, papieru, towaru lub zalegają obok Ciebie gotowe paczki, zapal andon i czekaj
  • nie pozwalaj na zastawanie stanowiska totami
  • nie pobieraj totów z innych linii
  • gdy zrebinujesz cały wózek i masz gotową ściankę włącz andon i czekaj
  • na AFE pobieraj large z tylnich ścianek pojedynczo, aby nie wpadły Ci z rąk
Pick/ ICQA:
  • zachowaj dystans między wózkami, poruszaj się spokojnie, pamiętaj o zachowaniu zasad pierwszeństwa na wieży
  • zamknij tot, kiedy tylko robi się ciężki
  • zgłaszaj przeładowane lokalizacje
  • nie odkładaj produktów z „pralek” na podłogę podczas liczenia
  • zachowaj odpowiednią postawę przy noszeniu totów
Stow:
  • zachowaj odpowiedni dystans między wózkami
  • szukaj odpowiedniego miejsca dla ciężkich przedmiotów
  • stosuj się do zasad odnośnie pierwszeństwa na wieży
Ship/Dock:
  • bezpiecznie transportuj paczki i palety po magazynie lub do ciężarówek
  • używaj wózka tylko wtedy, gdy jesteś na niego zalogowany
  • gdy masz problemy techniczne, nie używaj paleciaka ani wózka, zawołaj przełożonego
Receive:
  • jeśli kartony są cięższe niż 15 kg, zgłoś to asystentowi linii
  • kartony wazące między 12 a 15 kg powinny mieć naklejkę „ciężka paczka” („heavy box”) i nie powinny ich podnosić kobiety
  • zgłaszaj, jeśli z górnego lub dolnego taśmociągu wypadają puste bądź pełne kartony